feelglück zu Besuch auf dem ersten Vegankongress

feelglück zu Besuch auf dem ersten Vegankongress

Die folgenden Zeilen sind ein persönlicher Beitrag und die Meinung eines Einzelnen, sie stellen weder die Meinung, Haltung oder Denkweise feelglücks dar, noch sind sie geschrieben worden, um einzelne Menschen oder Gruppen zu be- oder verurteilen.

feelglück ist nicht nur ein Unternehmen, das von wirtschaftlichem Denken und Handeln bestimmt wird, wir sind auch Menschen unterschiedlicher Herkunft, Erfahrung und Einstelllungen.

Was uns dabei alle verbindet, ist die unbedingte Bejahung des Lebens.

Deshalb war es für uns nur naheliegend, dass wir letztes Wochenende auf dem ersten Hamburger Vegankongress – “Vegan – Ein neues Bewusstsein?”, eine Initiative der Wrage Buchhandlung aus Hamburg, waren.

vegan-kongress-hh-logo

Geladen haben an diesem Wochenende nicht nur mehr oder weniger bekannten Autoritäten rund ums vegane Leben mit ihren Vorträgen, sondern auch einige (leider noch wenige) Aussteller mit ihren Produkten, Gruppenn und Initiativen.

Sind wir bei feelglück Veganer, Vegetarier, “Ökos” oder “Esos”? Mit Nichten – aber den Wunsch, diesen Planeten zu erhalten und Leid zu vermeiden, hegen wir ebenso, wie die rund tausend Messebesucher, die sich dort eingefunden haben.

Messebesucher, die uns superoffen, freundlich und interessiert begegnet sind.
Messebesucher, die uns einfach zuhörten und selber einen Teil ihrer Geschichte erzählten – ein Dialog, fernab der Hektik des Alltags und dem Ziel, irgendwem etwas verkaufen zu wollen (feelglück gab’s übrigens zum Messevorzugspreis von 0,- Euro je Cluster).

 Leider hatte ich das Gefühl, dass den Weg ins CCH fast ausschließlich Veganer und Vegetarier gefunden haben, wir Omnivore waren in einer erschreckenden Unterzahl.

Das mag unter anderem daran gelegen haben, dass das Wort “Vegan” in großen Lettern auf dem Veranstaltungsplakat zu lesen war und damit viele Nicht-Veganer sich nicht wirklich eingeladen fühlten.

Mir fehlte tatsächlich die Einladung zum Dialog, zum Zwiegespräch zwischen Menschen, die unterschiedliche Lebensweisen pflegten. Zu oft hatte ich das Gefühl, dass hier eine bestimmte Subkultur bevorzugte, unter Ihresgleichen zu bleiben – und das ist vielleicht der zweite Grund, für einen Mangel an “Opposition” (im friedlichen Sinne einer Diskussion).

Denn auch, wenn uns die meisten Menschen sehr offen und freundlich begegnet sind, was bleibt, ist immer auch der Nachgeschmack der Ideologie, des Dogmas und des Heraufblickens zu den lichten Gestalten, die scheinbar leben können, ohne Leid zu verursachen.

Aber das bedeutet natürlich nicht, dass wir nicht liebevoll angenommen wurden von den Messebesuchern.

Im Gegenteil, feelglück war neben den “grünen Smoothies” ein totaler Hit, zu den Stoßzeiten zwischen den Vorträgen drängten sich die Menschen um unseren Stand und sprachen mit Sybille, Vera und mir über alle Themen rund um feelglück und darüber hinaus.

 Das Tolle an so einer Veranstaltung ist natürlich, dass man den Besuchern vor Ort wesentlich weniger erklären muss als dem “Ottonormalverbraucher” (die wir selbstverständlich auch sehr gern haben).

Was ist Serotonin und woher kommt es, wie funktioniert der Stoffwechsel, was sind Teff, Süßlupine und Topinambur?

Cool, wenn man einfach ein Gespräch auf Augenhöhe führen kann, mit Menschen, die vorher noch nie etwas von feelglück gehört haben.

Alles in Allem war diese Messe auch für mich eine neue und intensive Erfahrung und ich bin dankbar, für die Menschen, denen ich begegnet bin und die neuen Ideen und Einsichten, die ich hier gewonnen habe.

Auch wenn ich nicht als Veganer das CCH am Sonntag Abend verlassen habe, so habe ich dennoch größten Respekt für die Menschen, die über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen und sich bemühen wollen, diesen Planeten ein kleines Stückchen besser zu machen.

Keep it simple!
Euer Felix

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