Glück(sbringer) in Serie: Heute die Maneki-neko

Glück(sbringer) in Serie: Heute die Maneki-neko

Maneki neko 20101109

Bildquelle: CC-BY Batholith, via Wikimedia Commons

Kommen Euch die beiden Figuren bekannt vor? Die Maneki-neko oder Manekineko (die deutsche Übersetzung lautet „Winkende Katze“ oder „Winkekatze“) ist sicher dem einen oder anderen von Euch schon einmal begegnet. In Japan ist diese Katze, die dem Betrachter mit der rechten oder linken Pfote zuwinkt, ein beliebter Glücksbringer. Und da wir Euch in einer Reihe die verschiedenen Glücksbringer vorstellen möchten, beschäftigen wir uns heute mit der „Winkenden Katze“. Diese Porzellanfigur wird oft in Eingängen von Restaurants, Läden von Einkaufspassagen, aber auch Lotterien und Bordellen aufgestellt und soll Kunden anlocken. Bei Märkten und Ausstellungen bringt sie finanzielles und geschäftliches Glück, bei privater Nutzung zieht sie Wohlstand an und hält das Unglück fern. Die Farbe spielt bei der Maneki-neko eine wichtige Rolle. Da auch in der Zucht eine dreifarbige Katze eher selten ist, bringt eine dreifarbige Maneki-neko besonders viel Glück. Die Gestalt der glücksbringenden Katze geht übrigens auf die Katzenrasse Japanese Bobtail zurück.

Die Geste des Winkens ist ebenfalls von Bedeutung. Wenn die Katze die linke Pfote hebt, ruft sie Kundschaft und Besucher herbei, bei der rechten Pfote verspricht dies Glück und Wohlstand. Je höher die Maneko-neko dabei die Pfote hebt, umso mehr Glück bzw. Kundschaft wird von ihr angelockt. Es gibt verschiedene Geschichten, die die Herkunft dieser chinesischen und japanischen Tradition erzählen. Wenn Ihr die Ursprünge der Maneki-neko vollständig nachlesen möchtet, dann schaut mal beim Wikipedia Artikel zur Maneki-neko vorbei, dort findet Ihr ausführliche Informationen dazu. Uns haben zwei Legenden, die möglicherweise den Manekineko-Kult gefördert haben, besonders gut gefallen. Aus diesem Grund möchten wir diese Geschichte hier kurz erzählen.

In der ersten Geschichte wurde eine schöne und wohlhabende Geisha von ihrer Katze angegriffen. Der Hausbesitzer eilte der Dame zur Hilfe und schlug der Katze mit dem Schwert den Kopf ab. Während der Kopf in einem hohem Bogen in die Toilette flog, biss er der dort lauernden Giftschlange den Kopf ab. Da die Geisha über den unnötigen Verlust ihrer Katze sehr betrübt war, schenkte der Hausbesitzer ihr zum Trost eine Keramikfigur in Gestalt der verstorbenen Katze.

Die zweite Sage handelt vom Oberhaupt der li-Familie. li Naosuke war der Legende nach auf dem Heimweg als er in einen Platzregen geriet. Er suchte unter einen großen, alten Baum Schutz und bemerkte dort einen ärmlichen Tempel in der Nähe. Vor dem Tempel saß eine Katze, die ihm aufgeregt zuzuwinken schien. Als er auf die Katze zueilte, schlug hinter im ein Blitz in den Baum. Da ihn das Unglück nur knapp verfehlt und die Katze offensichtlich sein Leben gerettet hatte, spendete er aus Dankbarkeit dem Tempel viel Geld und rettete ihn so vor der drohenden Schließung.

Katzenbesitzer begraben noch heute die Asche ihrer verstorbenen Lieblinge nahe dem Tempel. Aus diesem Grund ist der Tempel auch unter dem Namen Manekineko no miya (die deutsche Übersetzung lautet „Tempel der winkenden Katzen“) bekannt. Die beliebte Figur „Hello Kitty“ ist ebenfalls eine Anspielung auf den Glücksbringer, sie stellt eine Trickfilm-Version der Maneki-neko dar. Habt Ihr das gewusst? Was sagt Ihr zu den Geschichten und steht bei Euch zuhause auch eine winkende Katze?

Als Quelle für den Beitrag wurde der Wikipedia-Artikel Maneki-neko herangezogen.

Ein Kommentar fuer Glück(sbringer) in Serie: Heute die Maneki-neko

  1. sugarnr4 sagt:

    Also das mit Hello Kitty wusste ich noch nicht!
    5 Maneki Nekos sitzen bei mir zu Hause und winken fröhlich vor sich hin.
    1 davon ist leider “behindert” und kann nicht winken, aber das hält mich nicht davon ab sie bei mir zu lassen.

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